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Füße und Schmerzen, Mittelalter und Sport.


Füße und Schmerzen, Mittelalter und Sport. Hinter diesen einfachen Punkten steht ein interessantes Phänomen des Sportes und wieder mal des ganzen Lebens. Die Bedingungen ändern sich und es braucht Zeit, um sich damit zurechtzufinden. Es gibt einen Weg raus.


Es ist häufig, dass Sportler für die sog. Soziale Achterbahn mit Kindererziehen und Hausbauen zur Aufgabe des Sportes gezwungen sind. Dann, wenn die Mitte des Lebens erreicht ist, nehmen sie das Lauftraining wieder auf und geraten nach kurzen Erfolgen in eine Sackgasse. Der Sport schafft es anfänglich die hohe Leistungsbereitschaft in Beruf und sozialem Umfeld wiederherzustellen. Der Stress geht weg, der Körper fühlt sich gut an.
Nun bestehen seit mehr als sechs Monaten Schmerzen in den Füßen. Der Arzt weiß nicht mehr weiter. Er hat kaum was Krankhaftes feststellen können. Medikamente haben nichts verbessert. Inzwischen schmerzt es nicht mehr nur an der Achillessehne, auch der Vorfuß, der große Zeh und der Fußrücken schmerzen. Beim Laufen selber geht es eigentlich, anschließend kommt es aber zu teils heftigen Schmerzattacken in körperlicher Ruhe. Die Internetforen sind voll mit dem Thema. Es führt aber kein Tipp zur Besserung.   


Der Fuß hat bekanntlich Besonderheiten. Durchblutung, Schädigung, Reparatur, Abnutzung, Defektheilung.
Der Fuß ist schlechter durchblutet als die Hand (analog Nagelwachstumsgeschwindigkeit). Der Fuß liegt exponiert und wird täglich geschunden und täglich geschädigt und ständig repariert. Das ist normal und wird mit den Jahren des Sportlers bedeutsamer. Die Durchblutung wird immer etwas schlechter, die Gewebequalität wird jährlich immer etwas weniger, kleine Schäden benötigen mehr Reparatur. Die Reparatur dauert länger und wird immer öfter vom Sportler als Schmerz wahrgenommen.


Reparatur heißt immer
• einige Tage Entzündungsphase für die maximale Versorgung über das Blut mit Bau und Nährstoffen plus Schmerz als Schonsignal,
• einige Wochen Reorganisation für die Stabilität mit wieder korrekter Ausrichtung der Gewebefasern und schließlich  
• einige Monate Konsolidierung bist alles wieder ist und sich auch so anfühlt wie es sein soll.


Diese Reparaturphasen laufen auch beim Gesunden permanent auch parallel ab und tun nicht weh. Der Schmerz sendet auch unter der Merkschwelle seine Informationen an den Körper. Zum Beispiel können auch Hinken und Schongang oder schwächere Muskelansteuerung für verletzte Körperstellen unterschwellig zu einer schnelleren Heilung führen. Keiner merkt's.  


Der Außenbandschaden eines Profifußballers braucht also in der Regel etwa drei Monate Trainingspause (Reha geht natürlich früh los). Hier steht wie auch bei einem Breitensportler mit größeren Verletzungen der überschwellige Schmerz im Vordergrund.  


Wenn man älter wird, ändern sich viele Dinge. Für den Fuß heißt das: die Reparatur dauert länger. Der Schmerz wird irgendwie unplausibel. Er kommt auch ohne Verletzung und scheinbar ohne Überlastung.
Nein! Denn die Belastbarkeit ist geringer als in der Jugend. Daher gilt der Grundsatz Schmerz = Ruhebedarf. Letzteren stillt man mit Ruhe und nicht und zwar keinesfalls mit Training.
Der Routinier, der erfahrene Läufer muss also mehr tun als der Jugendliche. Er muss seine Leistungen besser einschätzen. Sonst ist Überlastung die Folge. Der Ältere Sportler überschätzt sich aber oft. Warum? Es bietet sich an, in sich zu gehen und statt alte Parameter aus der Jugend, die aktuellen Leistungskennziffern des Mittelalters in sich zu ergründen.
Kann ich mit 50 in der Saisonvorbereitung nach der Winterpause einfach drauflos trainieren? Kann ich unaufgewärmt trainieren? Kann ich verletzt trainieren? Kann ich Stretching vor Risikoläufen (hohe Distance, unebener Grund, Dunkelheit…) riskieren? Kann ich Wasser- und Diätschande unter Sport betreiben - ohne Folgen?


Das kann der Jugendliche meist unverletzt überstehen, beim Routinier/Senior ist das Risiko groß.  
Im Sport wie im Leben sollte die schlechte Akzeptanz gegenüber Erkrankungen zügig überwunden werden und auch gedanklich mehr Raum für Unzulänglichkeiten und Pausenbedarf zur Verfügung stehen. Ruhe mit Frust führt auch eher zur Verlängerung von Heilprozessen. Der Frust geht nur mit Akzeptanz weg.


Tipp: Schmerzen in den Füßen seit geraumer Zeit? Intelligente Trainingspause!: Totale Ruhe 2 Wochen, Sportpause mit medikamentöser Unterstützung und ggf. Ruhigstellung durch Tapeverbände, dann eine Woche 20%-Lauftraining, dann immer eine Woche 10% mehr laufen. Das ist schwer aber machbar. Wichtig: immer genau den Stand der Heilung am Schmerzlevel erfühlen und auch mal Prozente runterschalten. Also Schmerz der nicht weggeht bedeutet immer erstmal Ruhe. Wann zum Sportarzt? In jedem Stadium ist eine objektive medizinische Kontrolle sinnvoll. Auch wegen der möglichen zusätzlichen und seltenen/unerwarteten Krankheitsursachen.


Abnutzungen sind Folgen von Benutzung und natürlich i. d. R. auch meist kein Thema für Teenagersportler. Arthrose in den Fußgelenken (zahlreich!) ist Ergebnis eines langsameren Reparaturbetriebes und Folge auch der normalen Benutzung des Organs.


Sie ist in der Regel nicht hinderlich im Sportlerleben und neigt bei Überbeanspruchung zur Aktivierung. Die bedeutet Entzündung und Schmerz und braucht meist nur relative Ruhe. Gehen ist möglich, Sporttreiben nicht. Der Sportarzt behandelt meist das Symptom und wartet mit dem Sportler auf die nächste Gelegenheit für die Wiederaufnahme des Trainings. Dann Begleitet der Arzt die Belastungssteigerung und kann zwischendurch den objektiven Stand der Heilung dem subjektiven Empfinden des Sportlers gegenüberstellen und Belastungsprognosen abgeben.


Dazu werden oftmals Medikamente lokal appliziert, um in der Nähe erhöhter Entzündungsaktivität Schmerzspitzen zu lindern. Dies bewirkt u. U. auch eine zügigere Heilung, da sich der Schmerz selbst neben seiner wichtigen Warnfunktion für den Körper auch als Stressor hinderlich auswirken kann.  
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