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Rückengymnastik


Um Kosten und Zeitaufwand einzusparen, ist es sowohl bei aktiven Sportlern als auch bei Menschen, die keinen Sport treiben, im Fall von Rückenschmerzen erforderlich, gezielte Muskelgruppen aufzutrainieren und bereits eingetretene Haltungsschäden oder Tendenzen zur Fehlhaltung entgegenzuwirken.


Die wirksamste Form ist das regelmäßige Training mit langsamer Steigerung der Belastung. Die Suche nach der geeigneten Sportart zur gezielten Stärkung der Muskulatur und zur gezielten Erhöhung der allgemeinen Leistungsfähigkeit sollte rechtzeitig  begonnen werden  und nicht überstürzt beendet werden.


Nur die sorgfältige  Auswahl der Sportart kann Fehlentscheidungen vermeiden. Wichtig ist eine Betätigung zu finden,  die regelmäßig in hoher Frequenz mit großer Intensität und viel Leidenschaft und Spaß durchgeführt werden kann.


Die Leidenschaft für körperliche Aktivität ist angeboren und schlummert selbst in der größten "Couch-Potato". Lassen Sie sich und anderen Zeit bei der Planung sportlicher Regelmäßigkeit. Der Kopf muss letztlich vorangehen und will ja in Zukunft Beschwerden, Schmerzen und lästigen Krankheitsphasen aus dem Wege gehen. Intensive sportliche Betätigung ist nötig und braucht Antrieb.


Antrieb ist nur vom Kopf zu haben. Jeder muss sich selber für sich einen Plan zum Sportmachen machen. Sonst landet der gute Vorsatz mit seinen vielen Brüdern auf der großen Halde der abgebrochenen Versuche, Sport zu treiben.


Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bereits Gymnastik, besser noch Muskeltraining zur Linderung von Gelenkschmerzenführen können. Genau wie der Schmerzreiz über die Nerven in das Schmerzzentrum im Gehirn führt, nehmen auch andere Informationen  diesen Weg auf. Zum Beispiel senden feine Sensoren in den Gelenkkapseln und in den Muskel- und Sehnengeweben bei jeder Bewegung, also vor allem bei Sport Informationen an das Hirn. Dies sind u. a. Informationen über Dehnungszustand und Lage der Körpergelenke. Dabei verdrängen diese gutartigen Nervenimpulse die Schmerzimpulse auf ihnen Weg zum Schmerzzentrum im Gehirn. So kann durch einfache körperliche Betätigung bereits eine wirksame Schmerzbehandlung erzielt werden.


Der nächste wichtige Aspekt des Muskeltrainings ist die Korrektur von Fehlhaltungen der Wirbelsäule. Beispielsweise kann durch die Erhöhung des Bauchmuskelspannung eine wirksame Korrektur des Hohlkreuzes im Lendenwirbelsäulenbereich erzielt werden und somit die Belastung der  betreffenden Bandscheiben  wieder normalisiert werden, so dass  ein Fortschreiten von Bandscheibenerkrankungen gestoppt werden kann. Das Training des großen Rückenmuskels welcher sich genau genommen ohne Unterbrechung vom Nackenbereich bis zum Beckenbereich über den gesamten Rücken beiderseits der


Körpermitte zieht, kann nicht nur den Muskel stärken, sondern auch die Entspannbarkeit bei Nervenreizungen durch Bandscheibengewebe (Bandscheibenvorfall, Bandscheibenvorwölbung) mit sich bringen.  Die gut trainierte Rückenmuskulatur neigt weniger zur Verspannung und Verhärtung und verursacht selbst kaum Schmerzen.


Wie sollte wirksames und gezieltes Muskeltraining ausgeübt werden?


Die Belastung durch den Sport muss sich deutlich von der bisherigen Belastung abzeichnen.


Viele Patienten sind durch den Beruf und durch den Haushalt oder durch ggf. schon bestehende sportlicher Belastung im Alltag prinzipiell gut ausgelastet.


Die meisten Patienten mit Rücken- und Gelenkbeschwerden ahnen nicht, dass nach einfacher Umstellung der Lebensumstände ausreichend Zeit und auch Kraft für tägliche sportliche Betätigung zur Verfügung gestellt werden kann.


Für die Behandlung von Rückenschmerzen bieten sich Trainingsmethoden mit Wirbelsäulenextension an. Das heißt, die Wirbelsäule wird entlang ihrer Längsachse auseinander gezogen. Der beste Weg ist entweder auf einer kippbaren Bank mit  Fixierung der Füße, auf der man kopfüber liegen kann und die je nach Schrägstellung der Kippbank mehr oder weniger stark zu einer Rückenextension führt.

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Die andere gute Möglichkeit ist das Hängen an einer Reckstange, wie das bekannte Klimmziehen. Aus diesen beiden Körperhaltungen kann bequem und ohne viele Geräte Krafttraining für Bauch- und Rückenmuskulatur  durchgeführt  werden.


Zwei wichtige Übungen am Reck:


Klimmziehen


Der Ungeübte sollte zunächst  das bloße Hängen an der Reckstange trainieren und dabei zu Beginn die Zeit notieren, die er hängend an der Reckstange verbringen kann.  Empfehlenswert ist das Abpolstern der Hände zur Vermeidung von Schwielenbildung. Schwielen machen dem Recksportler noch weniger Probleme, wenn er sog. Rennradhandschuhe mit Lederhandflächen  trägt. Das Reck wird im Rissgriff gefasst, d. h. die Fingerkuppen (Auch die der Daumen) zeigen am Reck vom  Gesicht des Sportlers weg, wie beim Herunterreißen eines Plakates von einer Wand (im Gegensatz zum Kammgriff, Fingerkuppen zeigen beim Klimmziehen in Richtung Gesicht).


Die nächste Übung sollte das sog. Einkugeln der Schultergelenke sein. Hierbei ist nicht das Einrenken eines ausgerenkten  Schultergelenkes gemeint, sondern das Anheben des Rumpfes. Zu Beginn einer jeden Klimmzugübung, bei der sich hauptsächlich die kleine Oberarmkopfmuskelmanschette (Rotatorenmanschette) beteiligt. Hierdurch hebt sich der Rumpf  bereits einige Zentimeter in Richtung Reckstange an.


Schließlich können Klimmzüge durchgeführt werden, dabei sollte eine etwa schulterbreite Distance zwischen beiden Händen an der Reckstange gewählt werden.


Anristen


Die Übung ist nach der Bezeichnung des Fußrückens (Fußrist) benannt. Der Sportler greift die Stange in Rissgriff, möglichst so dass der Körper in Richtung freier Raum zeigt und der Rücken in Richtung Wand. Beim Anristen werden die Beine parallel angehockt, der Blick des Sportlers richtet sich in Richtung Reckstange. Die gesamte untere Körperhälfte wird in angehockter Position hauptsächlich durch den Bauchmuskel angehoben, so dass sich die Füße beckenwärts bewegen und sich schließlich der Reckstange annähern bis die Fußrücken die Reckstange berühren. Für absolute Beginner kann die Übung zunächst abgeschwächt ausgeführt werden.


Der Sportler hängt an der Reckstange und führt die Beine gestreckt bis zum rechten Winkel in die Vorhalte (beide Beine parallel in der Horizontale). Diese Übung gewährt eine intensive Belastung der gesamten Bauchmuskulatur und ist sehr gut dosier- und variierbar.


Während des Übungsablaufes ist die Wirbelsäule durch das gesamte Körpergewicht in der Längsachse extendiert. Neben der gezielten Stärkung der Bauchmuskulatur ist auch eine gute Deblockierung von Wirbelsäulensegmenten mit Funktionsstörung erzielbar. Die genannten Übungen sind ohne weitere Zusatzgeräte möglich.


Mit Zusatzgeräten kann der fortgeschrittene Sportler am Reck auch gezielt den gesamten Rücken trainieren. Im Normalfall ist die Rückenmuskulatur auch sehr gut am folgenden Übungsgerät:


dem Fußboden (leicht gepolsterte Fußböden sind für die meisten Übungen völlig ausreichend) zu trainieren.


Fußboden


Im Normalfall ist die Rückenmuskulatur auch sehr gut am folgenden Übungsgerät: dem Fußboden gut zu trainieren.
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Rotationsgymnastik


Verwinden Sie mit Schwung und Schmiß den Oberkörper gegen den Unterkörper und drehen Sie die Brustwirbelsäule intensiv um ihre eigene Achse nach der Devise: Becken steht Schulter dreht. Alle zwei Stunden zwei Minuten Rotationsgymnastik, jeden Tag.


Rekeln


Sehen Sie sich eine Katze oder einen Hund an. Beobachten sie das Tier beim Strecken und Rekeln nach dem Schlaf. Wir Menschen hielten es lange für nicht chick, wenn man am hellerlichten Tage seinem inneren Drang nachgab und sich streckte und rekelte - vor aller Leuten Augen. Im Sitzen, im Stehen, im Liegen...  Alle zwei Stunden zwei Minuten Rekeln, jeden Tag.
Fallschirmspringer   


Die Übung ist nach der Haltung des Fallschirmspringers im Moment des  Absprungs aus dem Fugzeug bezeichnet. Zur Übung legt sich der Sportler auf den  Bauch, die Arme werden in Hochhalte leicht angewinkelt rechts und links vom  Kopf  auf den Boden gelegt.


Die Beine liegen gestreckt, in der Entspannungsphase der Übung  wird ausgeatmet, alle Körperteile werden auf den Boden betont locker  abgelegt. In der Anspannungsphase erfolgt eine betonte Rückenstreckung. Hierbei heben sich Unter- und Oberkörper unter enormer Anspannung der


Rückenmuskeln gleichzeitig in die Höhe.


Dabei  ist darauf zu achten, dass Ellenbogen- und Kniegelenke 30 cm vom Boden abgehoben werden. Weiterhin sollten die Beine gestreckt bleiben und die Arme allenfalls geringfügig gebeugt werden.  


Der Sportler zählt jede Übung und kann zunächst die Menge der Übungen bis zur maximalen Erschöpfung als Initialleistung festhalten und nach Einlage von kleinen Erholungspausen die Übungen mehrmals täglich kontinuierlich bis zum Punkt der maximalen Erschöpfung durchführen. Nach längerer Anwendung ist eine Übungskontrolle erforderlich bei der darauf geachtet werden sollte, dass der Sportler in der Entspannungsphase ausatmet und betont entspannt.


Anmerkung: Beginnen Sie mit einem angenehmen Tempo und steigern Sie es schrittweise, bis Sie die angestrebte Herzfrequenz erreicht haben: angestrebter Herzschlag = 180 minus Lebensalter minus 10 bis 20%. Für den 65 Jährigen Sportler beträgt die angestrebte Herzfrequenz zum Beispiel: 100-110 Herzschläge pro Minute). Messen Sie Ihren Herzschlag während der Übung, um sicher zu gehen, dass Sie in Ihrer optimalen Herzfrequenz trainieren.


Gesundheitspapiere   


Medizin basiert auf Krankengeschichte. Die Papiere der eigenen Krankenakte sind im Notfall von sehr großer Wichtigkeit. Heute liegen zum Beispiel dem Notarzt viel zu selten Notfalldokumente eines Verunglückten vor. Das kostet wertvolle Zeit. Diese ist in der Medizin sehr kostbar. Patientenfax schließt seit 2003 von Berlin aus die Lücke.
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Eine vollständige Krankenakte ist bei Krankheitsfällen im Krankenhaus, in der Arztpraxis oder beim Notarzt wichtig für die schnelle und richtige Therapie. Im Laufe eines Menschenlebens fallen viele Gesundheitspapiere an. Diese liegen aber im Notfall selten vor. Sie liegen teils beim Hausarzt, teils bei Spezialisten, oder in mehreren Krankenhäusern verstreut. Die Verfügbarkeit ist schlecht.


Dies führt oft zur Verzögerung der Behandlung oder kann gar zur falschen Behandlung führen.


Ältere Arztbriefe oder Befunde werden nach einer gewissen Zeit von Krankenhäusern und Arztpraxen vernichtet. Deshalb sorgt Patientenfax vor. Patientenfax legt Ihre Krankenakte an und sendet sie Ihnen im Fall der Fälle zu. 24 Stunden, rund um die Uhr steht, die Akte für Sie bereit. Als Fax oder Brief, als Ganzes oder nur die aktuellen Notfalldaten.


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